Musik zu Trauerfeiern, Requim oder Beerdigungen

Aus meiner Erfahrung kann man verschiedene Musikstile zum Abschied einbinden. Es kann Lieblingsmusik des Verstorbenen sein, aber auch Musik, welche die Angehörigen und Freunde mit ihm oder ihr verbindet. Wichtig ist vor allem, dass sich der Musiker auf die Trauernden einlässt, sich einfühlt und mit den Trauernden kommuniziert.

In den meißten Trauerhallen sind nur sehr mittelmäßige oder unzureichende Beschallungsanlagen eingebaut. Oft klingen abgespielte CDs oder MP3 sehr dünn oder die Lautsprecher sind auf eine Sprachübertragung ausgerichtet. Besser ist dann, eine qualitativ ausgewogene Leistungsbox aufzustellen und angemessener ist handgemachte Musik.

Denkbar sind meditative Musik, Balladen mit klaren Melodiebögen und angemessene Variationen über Lieblingslieder oder -themen. Sehr gern mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung oder Saxophon solo.

Passend eingesetzt habe ich beispielsweise:

  • Crystal silence (Chick Corea)
  • Over the rainbow (Harold Arlen)
  • Irischer Segenswunsch / Und bis wir uns wiedersehn
  • Nehmt Abschied Brüder ungewiss (Traditionell)
  • Ballade The weeding (Dollar Brand)
  • Tears in heaven (Eric Clapton)
  • Variationen  (Jan Garbarek)
  • Wasser und Wein (Lift)
  • Am Abend mancher Tage (Lift)
  • Als ich fortging (Karussel)

Nicht geeigent sind einzelne Saxophonsoli aus Rock und Pop bei denen es eher auf den Gesamtsound einer Band und den Liedtext ankommt. Ausnahmen gibt es sicher, wie bei Improvisationen über Careless Whisper (Georg Michael).