Musik am Tag der offenen Denkmals

Am 12. September ist der bundesweite Tag des offenen Denkmals. Thema des Jahres 2021 ist „Sein und Schein“. Ab 12 Uhr gibt es Solo Saxophon in der Kirche St. Martin und jeweils um halb Kirchenführungen. Zudem besteht die Möglichkeit, den 90 Meter hohen Turm zu besteigen, von dem ein fantastischer Ausblick vom Norden in Aussicht steht. Katholischer Teil der Kirche St. Martin (ehemalige Garnisonkirche) Staufenbergallee Dresden

Schöne Kirchenmusik gibt es trotzdem

Die Hygienekonzepte sind streng. Aber sie erlauben, dass man per Stream für andere musizieren kann. Mit dem richtigen Abstand, Sprühschutz vor dem Blasinstrument und wenigen Musikern haben sich neben aufwändigen Videozusammenschnitten auch Liveangebote in den Kirchen entwickelt.
Eine Chance besteht darin, dass man bei der Liedauswahl tiefer in die Kiste mit schönen Vortragsliedern greifen kann und auf Bekanntheit und Mitsingen weniger Rücksicht nehmen muss. Schöne Angebote stellt mein monatlicher Newsletter „Frische Musik“ vor.
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Präventionskonzepte im Bistum fehlen

Im Januar 2015 wies Bischof Heiner Koch alle Pfarreien im Bistum Dresden-Meißen an, ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK)* zu erarbeiten. Sechs Jahre später – Ende Januar – betreiben 17 von 38 Pfarreien pastorale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer noch ohne ein solches Konzept.

Andere Pfarreien dagegen handelten intensiv, kreativ und könnten Vorbild für Vereine oder andere Kirchen sein. Sie analysierten in Teams ihre Arbeit und die Rahmenbedingungen, organisieren Kinderstarkmachtage, regelten Personalvorgaben und sensibilisierten Gemeinden und Umfeld. Borna war unter den ersten. Unter Pfarrer Dietrich Oettler wurde ein belastbares Konzept etabliert. Seit Mai 2016 gibt es ein ISK, und nach der Pfarreireform wurden die Konzepte angepasst. Außerhalb der Kirchen wurde mit Partnern zusammengearbeitet. Öffentliche Vorträge, Zusammenarbeit mit Frauenhäusern oder Kinderstarkmachtage halten das Thema präsent. Gut sieht es auch bei St. Elisabeth in Dresden-Zschachwitz aus. Hier gibt es ein Konzept und Vorträge mit der Kath. Akademie. Im Großraum Leipzig stehen bei fast allen Gemeinden die wichtigsten Informationen und Kontakte direkt auf den Homepages. Dort, wo Pfarrer und Laien Prävention priorisieren, gibt es gute Schutzkonzepte trotz Erkundungsprozess, Pfarreizusammenlegung und Corona.

Unterm Strich aber verstießen 17 Pfarreien gegen diözesanes Recht, indem sie die Weisung von Bischof Koch ignorierten. Diese wurde 2020 durch eine Rahmenordnung des Bischofs Heinrich Timmerevers erneuert. Der ist seit 2016 Bischof und hat sich zu Konsequenzen und zum Handeln verpflichtet.

Beim Ordinariat wurden bis Ende Januar von 21 Pfarreien ein Schutzkonzept zur Prüfung vorgelegt, weitere Konzepte sind angekündigt. Vorgelegt bedeutet nicht, dass die Anforderungen der Bistumsleitung erfüllt sind. Zehn ISK müssen noch geprüft werden, andere gelten als überarbeitungswürdig. Ein Konzept bestand aus vier Blättern samt Formular und Aushang. Bitter sieht es im Dekanat Bautzen in Ostsachsen aus. Nur die Pfarrei Bautzen hat ein Schutzkonzept. Von den neun Pfarreien konnten sechs sorbisch dominierte keinerlei Bemühungen vorweisen. Dabei gab es dort keine mühseligen Pfarreiumstrukturierungen, sagt Generalvikar Andreas Kutschke. Er ist seit 2013 Verwaltungsleiter der Diözese und verweist auf Informationsveranstaltungen, dringende Worte und Mahnungen an die Pfarrer und Dekane.

Künftig sollen Pfarreien ohne ISK weniger Zuschuss bekommen

Die heutige Einsicht der Bistumsleitung deckt sich mit persönlichen Rückmeldungen aus den Gemeinden. Die journalistische Nachfrage habe zum Jahresanfang etwas bewegt, Prävention stehe auf den Tagesordnungen. Doch Engagierte beklagen tradierte Kirchenbilder und werden als Nestbeschmutzer gesehen. Überlastete Ehrenamtler wissen nicht, was sie noch alles schaffen sollen. Einzelne Pfarrer wünschen sich Aufklärung zu alten Verbrechen. Sie sehen ihr Vertrauensverhältnis zu den Gemeindemitgliedern beschädigt, wenn nicht wie in den Bistümern Limburg oder Aachen eine externe Offenlegung der Vertuschungsmechanismen erfolge. Dafür fehlt aber der Mut, und das Image der Bistumsleitungen unter den Bischöfen Gerhard Schaffran (1970-1987) und Joachim Reinelt (1988-2012) könnte leiden.

Die Pfarreien verweisen auf eine personelle und organisatorische Überforderung.

Der seelsorgerische Erkundungsprozess – eine Art Leitbild- und Zielgruppenentwicklung – habe Klerus und Laien viel Kraft gezogen. Hinzu kamen monatelange Bearbeitungszeiten im Ordinariat. Dort war von 2014 bis Sommer 2019 der Justitiar auch Präventionsbeauftragter. In diesen Zeitraum wurden Schulungen angeboten und 2018 eine Handreichung für Pfarreien erstellt. 2019 steuerte das Bistum um und setzte eine Sozialpädagogin auf eine eigene Stelle.

Künftig sieht der Generalvikar ISK zuerst das Bistum in der Pflicht und Prävention solle in allen Pfarreien strukturell verankert werden und mit Leben erfüllt sein. Es sei nicht das Ziel, nur mit Druck eine formale Erfüllung der Anforderungen zu erreichen.

Ein Schutzkonzept benötige eine breit angelegte Beteiligung, Bewusstseinsbildung und Entwicklung einer Kultur von Achtsamkeit in der Pfarrei.

Fazit – von vorbildlich bis katastrophal

Wenn es einige Gemeinden und Pfarreileitungen bei gleicher Belastung durch Pfarrermangel, Mitgliederschwung und Corona schaffen, Wert auf Kinderschutz legen, ist es für Beobachter unverstehbar, wieso in einem guten Drittel der Gemeinden über sechs Jahre nichts passierte. Als Weisungsgeber und Fachaufsicht hinkt das Bistum hinterher und muss sich fragen lassen, warum das Thema so spät priorisiert wurde. Der Schwarzen Peter wechselt zwischen Pfarrei und Ordinariat. Es ist nicht neu, dass das katholische System schwerfällig ist und es bis in die Gemeinden hinein entgegenstehende Wertvorstellungen gibt. Pfarrer und Christen kann man sich nicht backen.

*(gemäß § 3 der Ordnung zur Prävention gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen für das Bistum Dresden-Meißen vom 01.01.2015)

Weisizoom

Weisizoom 2021Mit Klick auf das Bild geht es zu einem gemeinsamen Projekt der Bistumsjugendseelsorge, zu dem die AGJM einen Gutteil beitrug.   Leider konnte die traditionelle Weihnachtssingewoche nur mit Onlinemitteln stattfinden. Trotzdem haben sich die Jugendlichen täglich getroffen, miteinander gescherzt, gebetet und mehrere Wokshops abgehalten. Und ein gemeinsames Lied wurde erlent und einstudiert. Der Aufwand für die Vorbereitungen der Instrumentalstimmen, das Einüben der Stimmen, das Zusammenschneiden der eingeschickten Audio- und Videospuren war immnes. Was herausgekommen ist, kann man hier hörenund gern weitergeben: Der Titel des Liedes „Never let me go“ drückt in etwa aus: Du Gott lässt uns niemals allein https://youtu.be/fkdpUf7JVzM

Vervielfältigungsrechte bei Kirchens

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) informiert, dass der Pauschalvertrag zwischen der Katholischen Kirche und der VG Wort weiter wie bisher gilt: Das Kopieren einzelner Lieder sowie die Anfertigung von Liedheften bis acht Seiten zu einmaligem Anlass sind weiterhin nicht melde- oder vergütungspflichtig.

Notensatz "Komm Du Lebensspender Heiliger Geist"

Für alles, was darüber hinausgeht (d.h. Verwendung außerhalb von Gottesdiensten oder Erstellung umfangreicherer Liedhefte oder mehrfache Verwendung derselben) besteht eine Melde- oder Vergütungspflicht.
Neu ist, dass ein Nachlass von 20 pprozent gewährt wird. Die jeweilige Vervielfältigung ist mit angehängtem Meldebogen bei der VG Wort zu melden.

Plan B kann wieder spielen

Frühstück im Grünen am Gondler in Hellerau

Nachdem wir Ende Januar zum letzten Mal aufspielten, geht es nun endlich wieder weiter. Am Samstag, dem 11. Juli, und am Sonntag, dem 12. Juli, spielen wir zwei Firmgottesdienste in St. Martin. Das ist die ehemalige Garnisonkirche in der Neustadt. Verstärkt werden wir durch den Gesang von Filomena Feichtinger. Am Nachmittag des Sonntags geht es gleich weiter im Park des St. Marien_Krankenhauses in Dresden Klotzsche. Beginn ist 15 Uhr. Hoffen wir also, dass langsam und vorsichtig wieder Musik in das öffentliche Leben kommt. Trotzdem müssen im Jahr 2020 die GEBASI-Termine leider komplett entfallen.
Wir halten uns beim Proben und bei der öffentlichen Darbietung an unser Hygienekonzept.

Weisiewo 2019

Weisiwo 2019
Konzert des Chores und der Band der Wiesiewo am 30.12.19 in Zwickau

Die Weihnachtssingewoche fand zum Jahresende in Wilkau-Haßlau statt. Über 40 Sängerinnen und Sänger und eine achtköpfige Band studierten in dreieinhalb Tagen ein komplettes Programm ein. Zur Aufführung kamen die Stücke in einem Gottesdienst, in einem Altenheim und zu den Abschlusskonzerten am 30. Dezember in Zwickau und am Silvestertag in Wilkau-Haßlau. Der Chor der Weisiwo wurde durch Emilie und Lukas angeleitet, die Organisation lag in den Händen der Jugendseelsorge Bistum Dresden-Meißen.

Newsletter „Frische Musik“ erscheint zum sechsten Mal

Der Newsletter „Frische Musik“ im Bistum Dresden-Meißen wird seit Juli 2019 jeweils zum Monatsende versandt. Er macht auf Gottesdienste, Konzerte und Projekte mit populärem Gotteslob aufmerksam. Die Rückmeldungen sind durchaus positiv. Der Bezieherkreis ist allerdings noch überschaubar. Vor allem aber mangelt es an Informationen über Veranstaltungen im ganzen Bistum. Senden Sie mir bitte Informationen zu den Gottesdiensten, Ort/Adresse, Termin mit Uhrzeit und wenn möglich einen weiterführenden Link. Hier geht es zur Webversion des aktuellen Newsletters. Da sollte man sich kostenlos anmelden.

Differenzen in St. Martin zur Kirchenentwicklung

Ausriss aus dem Tag des Herrn

Wenn sich Kirche vor Ort entwicklen soll, müssen alle Gruppen einbezogen werden. Es müssen allumfassende – also katholische – Wege und Lösungen gefunden werden. Ansonsten geschieht das, was in vielen christlichen Gemeinden durch Schwund, Mangel an Hauptamtlichen oder Strukturreformen wahrgenommen werden kann: Frust, Abkehr, Glaubensverlust und Überlastung. Hinzu kommen Menschen, die am Alten festhalten wollen und Menschen, die meinen, den wahren neuen Weg vehement gehen zu müssen. Zu diesem Thema recherchierte ich unter anderem für das Gemeindeblatt St. Martin Dresden. Leider wurde der Abdruck des Artikels u.a. wegen fehlender geistiger Dimension untersagt. Dankenswerterweise durckte ihn aber die überregionale Kirchenzeitung „Tag des Herrn“ ab.

Newsletter „Frisches Gotteslob“ geht an den Start

So sieht er aus, der neue Newsletter, mit dem wir über frische populäre Musik im Gottesdienst, Projekte oder Konzerte informieren möchten. Also, her mit den Informationen, wenn es im Großraum Dresden einen schwungvollen Gottesdienst gibt, ein Chor gegründet wird oder eine Band aufbaut.

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